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Die "S-Bahn Leipzig" wurde am 12. Juli 1969 in
Betrieb genommen. Es war eine Schnellbahnlinie, die neben der Messestadt auch
Markkleeberg bediente. Am Haltepunkt Hauptbahnhof erstreckte sich der
Streckenabschnitt nordöstlich über Volkmarsdorf, Stötteritz,
Connewitz nach
Süden zum Markkleeberger Stadtteil Gaschwitz und von dort wieder nach Norden in
südwestlicher Richtung über
Großzschocher, Plagwitz, Leutzsch und Möckern zum
Hauptbahnhof. Das Liniennetz war somit Herzförmig und wurde zu diesem Zeitpunkt
von einer Linie, mit Beschilderung als S1 und S2 gekennzeichnet, in beiden
Richtungen bedient. Man kann sagen, dass die Geburtsstunde
für die S-Bahn
Leipzig bereits zur Leipziger Frühjahrsmesse 1968 schlug. Hier wurde ein
Pendelverkehr zwischen "Leipzig Hauptbahnhof"
und "Leipzig Messegelände"
aufgenommen. An den ersten beiden Tagen der Eröffnung (12. und 13. Juli) bot die
Deutsche Reichsbahn der
DDR kostenlose Fahrten an. Das neue Angebot wurde sehr
gut angenommen. Die Haltepunkte der Ringlinie waren: Leipzig Hauptbahnhof,
Leipzig Anger-Crottendorf, Leipzig-Sellerhausen, Leipzig-Stötteritz, Leipzig
Messegelände, Leipzig Marienbrunn, Leipzig-Connewitz,
Markkleeberg, Gaschwitz, Leipzig-Kleinzschocher, Leipzig Schwartzestraße, Leipzig-Plagwitz,
Leipzig-Lindenau, Leipzig Industriegebiet-West,
Leipzig-Leutzsch,
Leipzig-Möckern und Leipzig Coppiplatz.
Später kam eine neue S-Bahn-Linie hinzu. Sie
führte am 26. Mai 1974 unter der Bezeichnung "Linie B" nach Wurzen. Dazu gingen
auch zwei
neue Haltepunkte in Betrieb. In Sellerhausen existierte zwar schon ein
Haltepunkt, aber der Neue lag weiter unten, und in Engelsdorf der
Haltepunkt
"Industriegelände Ost".
In den 1970er Jahren entstand westlich von
Leipzig ein neues Wohngebiet und so eröffnete am 25. September 1977 ein
Teilstück der
neuen S-Bahn-Strecke nach Grünau. Bis 1983 wurde an ihr gebaut und
vier neue Haltepunkte eingerichtet. Anfangs gab es hier einen
Pendelverkehr zwischen dem Hp. Hermann-Matern-Allee (heute: Grünauer-Allee) und dem Hp.
Leipzig-Plagwitz nur für die Bauarbeiter.
Im Dezember 1980 ging es weiter bis
zum Haltepunkt Wilhelm-Pieck-Allee (heute: Allee-Center) und bis 1983 folgten
noch die Haltepunkte
Ho-Chi-Minh-Straße (heute: Karlsruher Straße) und Miltitzer
Allee. Die neuen Bahnsteige erhielten alle Außenbahnsteige bis auf den End-
punkt der Grünauer S-Bahn-Linie. Hier kam ein Inselbahnsteig zum Einsatz. Fast alle
Haltepunkte wurden mit der Zeit umbenannt: Hermann-
Matern-Allee zuGrünauer
Allee, Wilhelm-Pieck-Allee zu Stuttgarter Allee und zu Allee-Center (auf Wunsch
vom Betreiber des Einkaufs-
zentrums) und Ho-Chi-Minh-Straße zu Karlsruher Straße.
Die Linie A (ehemals Linien S1 und S2) verkehrte
ab dem Jahr 1984 auf der Route zwischen Grünau über Plagwitz, Leutzsch, Möckern
und
Hauptbahnhof nach Gaschwitz. Die Linie C bediente den Abschnitt zwischen
Grünau bzw. Leipzig-Plagwitz über Großzschocher (Kleinz-
schocher) und
Markkleeberg. Somit wurde die Ringlinie aufgegeben. Die Linie C ist besser
bekannt als Waldbahn, da sie größtenteils durch
Wälder, so auch dem südlichen
Auenwald von Leipzig, rollt.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands gab es
auch Veränderungen im S-Bahn-Verkehr. Neben neuen Namen der Haltepunkte waren
die
drei Linien bisher mit Buchstaben gekennzeichnet, erhielten sie danach
Nummern wie folgt: Die Linie A (Ringlinie) wurde zur S1, die Linie B
zur S3 und
die Linie C zur S2. Mit Eröffnung der Neuen Messe Leipzig im Jahr 1996 schloss
die Technische Messe ihre Tore und so wurde
auch der Haltepunkt Messegelände in
Völkerschlachtdenkmal umbenannt.
Am 19. März 2002 begann der Bau einer neuen
Streckenverbindung zwischen den Städten Halle (Sachsen-Anhalt) und Leipzig
(Sachsen).
Sie führt kommend aus Halle über Dieskau, Gröbers und Schkeuditz nach
Leipzig zum Hauptbahnhof. Am 12.
Dezember 2004 wurde der
neue und ausgebaute Streckenabschnitt in Betrieb
genommen. Sie erhielt den Produktnamen "HALLEIPZIG". Zum Einsatz kam die Linie S
10
mit Baureihe 143 und Doppelstockwagen.
Die S-Bahn Leipzig betrieb vom Fahrplanwechsel
2009 bis 29. April 2011 noch zwei S-Bahn-Linien: S 1 Leipzig Hauptbahnhof–Leipzig
Miltitzer Allee und S10 Halle Hauptbahnhof–Schkeuditz–Leipzig Hauptbahnhof.
Zum Fahrplanwechsel 2009 wurden von der Mitteldeutschen
Regiobahn (MRB) die ehemaligen
Linien S 2 Leipzig Hauptbahnhof–Borna–Geithain
und S 11 Leipzig Hauptbahnhof–Wurzen–Oschatz
übernommen und in MRB 2 und MRB 11
umbenannt. An den Wochenendnächsten fuhr die Deutsche Bahn jedoch mit einigen
Fahrten als
S 11. Am 29. April 2011 wurde der Abschnitt
Leipzig Hauptbahnhof–Leipzig
Miltitzer Allee
eingestellt und durch die Buslinie 80 der Leipziger
Verkehrsbetriebe ersetzt. Zu
diesem Zeitpunkt bis zum 14. Dezember 2013 bot die S-Bahn Leipzig nur noch eine
Linie an, die S 10 Halle
Hauptbahnhof–Schkeuditz–Leipzig Hauptbahnhof. Zum
Einsatz kamen auf der S 1 und S 10 die Baureihe 143 mit Doppelstockwagen.
Auf
der MRB 2 und MRB 11 die Baureihe 650.
Mit Inbetriebnahme des City-Tunnels Leipzig und
zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2014 wurde die "S-Bahn Mitteldeutschland"
in
Betrieb genommen. Dann wird die Schnellbahn mit ihrem 30-Minuten-Takt nicht
nur im Raum Leipzig und Halle verkehren, sondern quer
durch Sachsen, Teile von Sachsen-Anhalt und
dem südlichen Brandenburg. Durch den Bau des "CityTunnel Leipzig" fanden auch eine Reihe
von
Netzergänzenden Maßnahmen durch die Deutsche Bahn AG statt. So wurden große
Teile des mitteldeutschen S-Bahn-Netzes im Raum
Leipzig ausgebaut.
Durch den Ausbau entstand ein einheitliches Bild und die historischen Bahnhof mit ihren Gusssäulen und Holzdächern
verschwanden aus dem Stadtbild.
Eine historische Überdachung bliebl jedoch am Bahnhof Leipzig Connewitz erhalten.
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